Commodore


Bernhard Peiß
erster Kommandant der Schweren Artillerie von 1939-1949.
"Kommandant" übrigens deshalb, weil sich die Artillerie in ihrem Gründungsjahr, dem Kommandanten des damals bereits bestehenden Stadtsoldatenkorps, Karl Kill unterstellte. Bernhard Peiß, war eine rheinische Frohnatur, der schon ein gehöriges Maß an Witz und Humor aus seinem Weinrestaurant mitbrachte. "En d'r Blech", in der viele Linzer Originale ihren Weinschoppen zu sich nahmen, entwickelte sich die eine oder andere Anekdote, die über ihren Kommandanten dann auch den Artilleristen zu Gehör kam. Selbst später im Weinhaus Hesse, bei seinem Korpskameraden Franz Hesse, wurden diese "Linzer Geschichten" zum Besten gegeben.
Peter Rahm
Commodore von 1949-1975
Unvergessen bleibt dieses Urgestein des Linzer Fastelovend. Er verstand es, auch außerhalb des Karnevals, gemäß seinem Leitsatz "Wir schweben über den Gewässern" das Leben aus dem richtigen Blickwinkel zu betrachten. Seine humorvolle, unverfälschte Eigenart wurde von allen die ihn kannten geschätzt. Als Prinz Peter I. Schloßherr vom Gerolshof erfüllte er sich einen Kindheitstraum. Er verstand es, Freude zu verbreiten und damit den Alltag zu verschönern. Das Korpslied der Artilleristen und viele andere Lieder, vor allem Weinlieder, wurden von ihm zu allen möglichen und unmöglichen Anlässen angestimmt. Peter Rahm hat im Linzer Karneval Geschichte geschrieben und man erinnert sich gern an ihn.
Erwin Schrauth
Commodore von 1975-1993
Mit Commodore Erwin kamen junge, frische Ideen in das Korps der "schweren, gewaltigen" Artilleristen. Ihm gelang es, junge Linzer Männer für das Korps zu begeistern und somit den Altersdurchschnitt erheblich zu senken. Mit ihm wurde im Geschichtsbuch der Schweren Artillerie eine neue Seite aufgeschlagen. Er verstand das alte, traditionelle Denken der älteren Korpsmitglieder mit dem neuen, fortschrittlichen Gedankengut der Jüngeren in Einklang zu bringen und somit Kreativität und Originalität für das Korps zu erhalten. Erwin Schrauth war ein Mann, der mit Scharm und Redegewandtheit einen Jeden zu begeistern wusste. In seine Zeit fiel das 40. und 50. Korpsjubiläum. Er war ein Karnevalist mit Leib und Seele. Leider verstarb er allzu früh im Dezember 1993.
Heinz Bündgen
Commodore 1993-2005
Die Karnevalisten der Schweren Artillerie waren glücklich, mit Heinz Bündgen einen Vollblutkarnevalisten als Nachfolger für Erwin Schrauth gefunden zu haben. Vater Siegfried Bündgen war über Jahrzehnte im Linzer Karneval engagiert und so ist es nicht verwunderlich, dass sich die Liebe zum Linzer Karneval auch an Heinz vererbte.
Sein wohl größter Traum ging 1989 in Erfüllung: Als Jubiläumsprinz der Schwere Artillerie. Das nächste Highlight ließ nicht allzu lange auf sich warten. 1999, anlässlich 60 Jahre Schwere Artillerie führte er, gemeinsam mit den Kameraden durch das närrische Wochenende. Er schaute dem Linzer "auf's Maul" und verstand seine Beobachtungen in tolle Auftritte und Sitzungseinlagen einzubauen. Auch nach seiner Zeit als Commodore verlor er nicht den Blick für die Gesamtheit des Linzer Karnevals. Er engagierte sich in der Großen Linzer Karnevalsgesellschaft und war dort viele Jahre Geschäftsführer. Bis heute ist er aktiver Artillerist mit ungebremster Freude am Linzer Karneval.
Christian Siebertz
Commodore seit 2005
Im zarten Alter von 31 Jahren wählt das Funkenkorps Schwere Artillerie Christian zum bislang jüngsten Commodore der Vereinsgeschichte. Die Tradition seiner Vorgänger setzt er fort: Den Erhalt des Lokalkolorit auf den Linzer Sitzungen. Unter seiner Leitung begeht die Artillerie das 70. und in diesem Jahr das 75. Vereinsjubiläum. Zum 75. Geburtstag des Funkenkorps Schwere Artillerie hat er sich und den Kanonieren ein ganz besonderes Geschenk gemacht: Im Jubiläumsjahr ist er unser Prinz Christian I. Commodore der Schweren Artillerie!