Wie alles begann:


Einige Mitglieder der damaligen Seniorenriege des "Linzer Schwimmclubs 1922" hatten im Jahre 1939 die Idee, sich im Linzer Karneval zu engagieren. Sie gründeten das Funkenkorps Schwere Artillerie. Aber warum Schwere Artillerie?! Die Mitbegründer Heinrich Schultz und Peter Meyer hatten bei der Artillerie gedient und da die übrigen Gründungsmitglieder schon etwas älter und schwerer beweglich waren, wurde diesem Umstand durch die Vergabe des treffenden Korpsnamens Rechnung getragen.
Diese Männer hatten die Idee und gründeten im Weinhaus "Zur Traube", von den Linzern "De Blech" genannt, die Schwere Artillerie:


Stehend von links: Jakob Rahm, Peter Rahm, Franz Berg, Karl Aufdermauer, Josef Küpper
Sitzend von links: Bernhard Peiß, Heinrich Schultz.
Es fehlt Peter Meyer.

Die Schwere Artillerie 1939 im Rosenmontagszug:


Von links nach rechts zu Pferd: Heinrich Schultz und Bernhard Peiß.
2. Reihe, Pferd links: Karl Aufdermauer.


von links nach rechts: Peter Rahm (winkend), Peter Meyer(vorne),
Jakob Rahm.


von links nach rechts (vorne): Franz Berg und Josef Küpper.
Auf der Kanone sitzend: Peter Rahm

Als im Nachkriegsjahr 1949 die Karnevalisten in Linz wieder aktiv wurden, konnten leider zwei Gründerkameraden an den Karnevalsfreuden nicht mehr teilhaben: Josef Küpper und Jakob Rahm waren im Krieg gefallen. Peter Rahm wurde Vorsitzender, der seitdem "Commodore" genannt wird. Er sollte für die nächsten 30 Jahre mit seinem Humor und seinem schlagfertigen Witz das Korpsleben und auch den Linzer Karneval prägen. Unter seiner Führung feierte die Schwere Artillerie ihren 15. und 25. Geburtstag.

Im Amt des obersten Artilleristen folgte ihm 1975 Erwin Schrauth mit seinem Geschäftsführer Christian Adams, der insgesamt 19 Jahre die finanziellen Geschicke des Korps hervorragend leitete.

In seinen 18 Jahren mit Commodore Erwin erlebte das Korps einen gewaltigen Aufschwung und konnte viele junge Kameraden dazu gewinnen. Durch sein großes Organisationstalent hatten die Kameraden erstmals auch Auftritte in den "Karnevalshochburgen" und erlebten ein tolles Jubiläumsjahr 1989 zum 50jährigen Bestehen des Korps. Im Jahr 1993 trat Commodore Erwin Schrauth zurück und mit ihm seine Weggefährten, der Stv.Commodore Berthold Keller und Geschäftsführer Christian Adams.

Seit 1993 führten Heinz Bündgen mit seinem Stellvertreter Andreas Siebertz und Geschäftsführer Norbert Adams weiter erfolgreich das Korps. Anlässlich 60 Jahre Schwere Artillerie war es 1999 an uns, das damals schon bekannte und beliebte Närrische Wochenende in der Miesgesweghalle erstmals zu veranstalten. Nach 12 Jahren hervorrageneder Leitung trat Commodore Heinz Bündgen zurück. Die Kanoniere dankten ihm seinen unermüdlichen Einsatz mit einem einmaligen Zapfenstreich. Das Amt des Commodore übernahm Christian Siebertz mit Stellvertreter, Frank Fossemer und Geschäftsführer Norbert Adams.

Im Jubiläumsjahr 2014 bilden nunmehr Commodore Christian Siebertz, stellvertretende Commodore Frank Fossemer und der Geschäftsführer Markus Siebertz den Vorstand des kleinen aber feinen Korps aus der Bunten Stadt am Rhein. Ein Jubiläumsjahr, welches vielen noch lange in Erinnerung bleiben wird: Prinzenproklamation, Barbarafeier, Prunksitzung, erneute Ausrichtung des närrischen Wochenendes und Rosenmontag bei Sonnenschein sind einige Highlights aus unserem Jubiläumsjahr.

Zur Geschichte der Artillerie gehört natürlich auch ihre heutige Kanone, die 1978 von Peter Ziegler entworfen und in Auftrag gegeben wurde. An den tollen Tagen (Karnevalssonntag und Rosenmontag)sorgt sie für die entsprechende Aufmerksamkeit und hat schon so manchem Stadtsoldaten das Fürchten gelehrt! Doch Vorsicht! Selbst bei erfahrenen Kanonieren kann schon mal etwas in die Hose gehen:



Mit beeindruckenden Prunkwagen erregen die Artilleristen ebenfalls Aufsehen. Unvergessen bleiben z.B. das Karussell, die Rakete Don Camino, die Burg Iggelstein und aktuell die Große Kanone.

Doch der Einsatz zum Erhalt und der Pflege des rheinischen Brauchtums zeigt sich nicht nur an den karnevalistischen Haupttagen. Das Funkenkorps ist für seine humoristischen Einlagen auf der jährlichen Prunksitzung der Grosse Linzer KG bekannt und berüchtigt. So wurden in der jüngsten Vergangenheit der Linzer Weihnachtsmarkt, diverse Hitparaden, eine Blechbüchsenarmee und die Invasion chinesischer Klapperjungen thematisiert. Selbst die dunkle Macht ließ das Blut mancher Besucher gefrieren (siehe Fidelitas)

Die Gemeinschaft der Kanoniere beginnt nicht erst am 11.11. und endet am Aschermittwoch! Über das ganze Jahr hinweg treffen sich die Kameraden jeden Monat zur Monatsversammlung um wichtige, und evtl. auch weniger wichtige Dinge zu besprechen. Ganz besonders wichtig ist dabei aber immer die "Fidelitas" (der Spaß an der Freud') und die Pflege der Kameradschaft.

Sie möchten noch mehr von und über uns erfahren?! Dann sprechen Sie uns an, denn: "Wir sind ein frohes gewaltiges Korps, geschmückt mit dem schwarzen Kragen." (Ausug 1. Strophe des Artilleristenlied)